Ein Raummeter (Rm) trockenes Buchenholz kostet dich im August 2026 je nach Region und Anbieter zwischen 90 und 140 Euro. Günstigeres Weichholz wie Fichte liegt bei 60–90 Euro pro Raummeter. Der Preis hängt stark von Holzart, Trockungsgrad und Lieferdistanz ab. Wer direkt beim Forstbetrieb kauft, zahlt oft deutlich weniger als beim Brennholzhandel.
Was bedeutet Raummeter beim Brennholz?
Ein Raummeter ist eine Maßeinheit für gestapeltes Holz: ein Stapel von einem Meter Breite, einem Meter Höhe und einem Meter Tiefe. Weil zwischen den Scheiten Lufträume entstehen, enthält ein Raummeter nur etwa 0,65–0,70 Festmeter (Fm) reines Holzvolumen. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn du Angebote vergleichst. Manche Händler bieten Schüttraummeter (Srm) an, also loses, nicht gestapeltes Holz. Ein Schüttraummeter entspricht ungefähr 0,65 Raummeter.
Erfahrungsgemäß lohnt es sich, beim Kauf immer nach der genauen Einheit zu fragen. Der Preisunterschied zwischen Raummeter und Schüttraummeter macht bei größeren Mengen schnell 20–30 Euro aus.
Aktuelle Brennholzpreise 2026 nach Holzart
Die Holzart bestimmt den Preis und den Heizwert maßgeblich. Harthölzer verbrennen langsamer und gleichmäßiger, Weichhölzer entfachen leichter, verglimmen aber schneller.
| Holzart | Preis pro Raummeter (2026) | Heizwert (kWh/Rm) | Eignung |
|---|---|---|---|
| Buche | 90–140 Euro | ca. 1.900 | Dauerbrand, Kaminofen |
| Eiche | 95–145 Euro | ca. 1.950 | Dauerbrand, sehr lange Brenndauer |
| Esche | 85–130 Euro | ca. 1.850 | Gut für Kaminöfen, geringe Rußbildung |
| Birke | 75–110 Euro | ca. 1.700 | Schnell entzündlich, angenehmer Geruch |
| Fichte/Kiefer | 60–90 Euro | ca. 1.300 | Anfeuerholz, kurze Brenndauer |
In der Praxis zeigt sich: Buche ist im Ruhrgebiet die meistgekaufte Holzart für Kaminöfen. Die etwas höheren Kosten lohnen sich, weil du pro Heizabend weniger Scheite brauchst.
Was treibt die Brennholzpreise 2026?
Die Holzpreise haben sich seit 2022 auf einem erhöhten Niveau stabilisiert. Drei Faktoren prägen den Markt aktuell besonders stark.
Trockungsgrad: Ofenfertig getrocknetes Holz (Restfeuchte unter 20 Prozent, gemessen mit einem Feuchtigkeitsmessgerät) ist deutlich teurer als frisches Holz mit 40–50 Prozent Feuchte. Frischholz kaufst du günstiger, musst es aber ein bis zwei Jahre selbst lagern. Ofenfertiges Holz kostet rund 15–25 Euro mehr pro Raummeter, spart dir aber Energie und schont den Kamin.
Liefergebiet und Transportkosten: Im Ruhrgebiet liegt die Lieferpauschale vieler Händler bei 20–40 Euro pauschal, je nach Menge und Entfernung. Wer selbst abholt, spart diesen Posten.
Saison: Im Frühjahr und Frühsommer kaufst du günstiger. Wer im September oder Oktober bestellt, zahlt oft 10–20 Euro mehr pro Raummeter, weil die Nachfrage anzieht.
Praxisbeispiel: Jahresbedarf für einen Kaminofen im Ruhrgebiet
Ein typischer Kaminofen mit 6–8 kW Nennleistung, der an etwa 120 Heiztagen pro Jahr drei bis vier Stunden täglich betrieben wird, benötigt rund 4–6 Raummeter Buchenholz pro Saison. Beim aktuellen Preis von 110 Euro pro Raummeter ergibt das Gesamtkosten von 440–660 Euro für die Holzversorgung. Für viele Haushalte im Ruhrgebiet ist das die ergänzende Heizung neben Gas oder Wärmepumpe, kein alleiniges Heizsystem.
Bewährt hat sich folgendes Vorgehen: Im März oder April die Vorjahresmenge prüfen, den Bedarf hochrechnen und im Mai beim bevorzugten Händler bestellen. So sicherst du dir Frühjahrspreise und hast das Holz bis Oktober fertig abgelagert.
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Worauf du beim Kauf achten solltest
Die Holzfeuerungsanlagen-Verordnung (1. BImSchV) schreibt vor, dass nur Holz mit einem Wassergehalt von höchstens 25 Prozent in Kaminöfen verbrannt werden darf. Das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht. Nasseres Holz erzeugt mehr Feinstaub und Teer, verstopft den Schornstein schneller und kann zu kostspieligen Schornsteinfegerarbeiten führen.
Beim Kauf lohnen sich vier Kontrollen:
- Feuchtigkeitsgehalt mit einem einfachen Feuchtigkeitsmessgerät (erhältlich ab 15 Euro) prüfen.
- Schnittstellen der Scheite begutachten: trockenes Holz zeigt Risse an den Stirnflächen.
- Gewicht beachten: trockene Scheite sind merklich leichter als frisches Holz gleicher Größe.
- Angebot auf Einheit prüfen: Raummeter, Festmeter oder Schüttraummeter sind nicht dasselbe.
Kritisch zu sehen ist der Kauf von unbekannten Anbietern ohne Herkunftsnachweis. Hochwertiges Brennholz aus regionaler, nachhaltiger Forstwirtschaft lässt sich meist rückverfolgbar belegen. Das ist kein Marketing, sondern sinnvoll, weil Qualität und Trockungsgrad verlässlicher sind.
Selbst aufbereiten oder liefern lassen?
Wer Zugang zu eigenem oder günstigem Rohholz hat, kann erheblich sparen. Ein Festmeter Stammholz kostet beim Forstamt oft 40–70 Euro. Nach dem Spalten und Trocknen erhältst du daraus etwa 1,4–1,5 Raummeter ofenfertiges Holz. Rechne aber den Zeitaufwand ein: Sägen, Spalten und Lagern kostet mehrere Stunden pro Raummeter. Für Berufstätige ohne geeignetes Spaltwerkzeug rechnet sich das selten finanziell, kann aber Spaß machen.
Für Einsteiger empfiehlt sich der Kauf von fertig gespaltenem, getrocknetem Holz in Scheitlänge 25 oder 33 Zentimeter, passend zum eigenen Kaminofen. Das spart Zeit und Frust beim ersten Betrieb.
Häufige Fragen
Was kostet ein Raummeter Brennholz 2026 im Durchschnitt?
Trockenes Buchenholz kostet 2026 je nach Region 90–140 Euro pro Raummeter. Günstigeres Weichholz wie Fichte liegt bei 60–90 Euro. Lieferkosten kommen meist separat dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Raummeter und Festmeter?
Ein Raummeter ist gestapeltes Holz inklusive Lufträume. Ein Festmeter ist reines Holzvolumen. Ein Raummeter enthält etwa 0,65–0,70 Festmeter Holz.
Wann ist Brennholz am günstigsten zu kaufen?
Im Frühjahr, also März bis Mai, sind die Preise am niedrigsten. Im Herbst steigen sie saisonal um 10–20 Euro pro Raummeter, weil die Nachfrage anzieht.
Wie viel Brennholz brauche ich pro Jahr für einen Kaminofen?
Ein Kaminofen mit 6–8 kW bei durchschnittlicher Nutzung benötigt 4–6 Raummeter Buche pro Saison. Der genaue Bedarf hängt von Nutzungsdauer und Raumgröße ab.
Welche Holzart hat den besten Heizwert?
Eiche und Buche haben mit rund 1.900–1.950 kWh pro Raummeter den höchsten Heizwert unter heimischen Holzarten. Beide eignen sich gut für Dauerbrand im Kaminofen.
Darf ich feuchtes Holz im Kaminofen verbrennen?
Nein. Die 1. BImSchV schreibt maximal 25 Prozent Feuchtegehalt vor. Nasses Holz erzeugt mehr Feinstaub, bildet Teer im Schornstein und ist gesetzlich nicht erlaubt.
Transparenz-Hinweis: Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generierte Symbolbilder.
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