Brennholz im Sommer kaufen klingt zunächst ungewohnt – schließlich denken die meisten erst im September ans Heizen. Genau das ist der Fehler. Wer jetzt bestellt, zahlt weniger, bekommt bessere Ware und hat genug Zeit, frisches Holz richtig trocknen zu lassen. Dieser Artikel zeigt dir, warum der Sommer der beste Kaufzeitpunkt ist, wie viel Holz du wirklich brauchst und wie du es so lagerst, dass es bis zum ersten Frost einsatzbereit ist.
3 Gründe, warum du Brennholz jetzt kaufen solltest
Der Sommer bietet drei handfeste Vorteile gegenüber dem Herbstkauf – bei Preis, Verfügbarkeit und Qualität.
1. Günstigere Preise
Die Nachfrage nach Brennholz ist zwischen Juni und August am niedrigsten. Händler geben diesen Vorteil weiter. Im Ruhrgebiet liegt der Raummeterpreis für Buchenholz im Sommer typischerweise 10 bis 20 % unter dem Herbstpreis (Stand: August 2026, eigene Preisliste). Wer 10 Raummeter bestellt, spart damit schnell 50 bis 120 Euro – ohne Qualitätskompromiss. Laut dem HOLTZBRINCK Energie Marktreport ist der Brennholzpreis im Herbst in den vergangenen Jahren regelmäßig gestiegen, sobald die erste Kältewelle angekündigt wird.
2. Mehr Zeit zum Trocknen
Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von 40 bis 60 %. Zum effizienten Heizen brauchst du Holz mit unter 20 % Restfeuchte – das nennt sich ofentrocken. Bei Buche und Birke dauert dieser Prozess mindestens 12 bis 18 Monate. Wer im August kauft, hat bis zur Heizsaison im November und Dezember zwar nicht die volle Trocknungszeit, kann aber Holz vom Vorjahresschlag beziehen, das der Händler bereits gelagert hat. Alternativ: Frisches Holz jetzt kaufen und für die übernächste Saison trocknen lassen.
3. Bessere Verfügbarkeit
Im Oktober greifen alle gleichzeitig zu. Viele Händler sind dann ausverkauft oder liefern mit wochenlanger Verzögerung. Im Sommer kannst du die gewünschte Holzart und Stärke wählen, Liefertermin abstimmen und in Ruhe vergleichen. Das macht nicht nur die Planung entspannter, sondern schützt auch vor Spontankäufen bei überteuerten Anbietern.
So viel Brennholz brauchst du wirklich
Eine einfache Faustformel: Pro 100 Quadratmeter Wohnfläche und einer Heizsaison von etwa 5 Monaten benötigst du grob 3 bis 5 Raummeter Hartholz (z. B. Buche). Das schwankt je nach Dämmmstand des Gebäudes, Heizsystem und persönlichem Heizverhalten.
Ein Beispiel: Familie Müller heizt ein Haus mit 150 m² und einem Kaminofen als Hauptheizquelle. Durchschnittliche Jahresbestellung: 6 Raummeter Buche. Im Sommer zahlen sie dafür rund 480 Euro statt 570 Euro im Herbst – eine Ersparnis von 90 Euro bei identischer Lieferqualität.
Für eine genaue Berechnung empfiehlt sich der Brennholz-Bedarf-Rechner auf dieser Website. Dort gibst du Wohnfläche, Heizsystem und gewünschte Holzart ein und bekommst einen personalisierten Richtwert.
Brennholz lagern im Sommer: 5 praktische Tipps
Gute Lagerung entscheidet darüber, ob dein Holz im Winter wirklich trocken und heizbereit ist. Diese fünf Punkte sind entscheidend.
- Standortwahl: Sonne und Wind statt Schatten. Lagere das Holz an einem Platz, der möglichst viel Sonne und Luftbewegung bekommt. Südausrichtung ist ideal. Feuchte, schattige Stellen verlangsamen die Trocknung erheblich und fördern Schimmel.
- Untergrund: Nie direkt auf dem Boden. Holz, das auf Erde oder Beton ohne Abstand liegt, zieht Feuchtigkeit von unten. Stelle die Scheite auf Paletten, Kanthölzer oder ein Regalgestell – mindestens 10 cm Abstand reichen.
- Abdeckung: Oben ja, Seiten nein. Das Holz braucht oben Schutz vor Regen, seitlich aber freie Luftzirkulation. Eine Plane, die nur das Dach abdeckt, ist besser als ein rundum geschlossenes Zelt. Stauende Feuchtigkeit ist der häufigste Fehler beim Holz lagern.
- Stapelhöhe und Stabilität. Stapel über 1,5 Meter werden instabil und kippen leicht. Kreuzweise Lagen an den Ecken helfen, den Stapel zu stabilisieren. Sicherheit geht vor – besonders wenn Kinder im Garten spielen.
- Regelmäßige Feuchtigkeitskontrolle. Ein einfaches Holzfeuchtemessgerät (ab ca. 15 Euro im Baumarkt) zeigt dir, wann das Holz wirklich ofentrocken ist. Zielwert: unter 20 % Restfeuchte. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, den Feuchtigkeitsgehalt vor dem ersten Einheizen zu prüfen, um schlechte Verbrennung und unnötigen Schadstoffausstoß zu vermeiden.
Diese Holzarten eignen sich besonders für den Sommerkauf
Nicht jede Holzart profitiert gleich stark vom langen Trocknungszeitraum des Sommers. Zwei Arten stechen heraus.
Buche (Fagus sylvatica) ist das beliebteste Brennholz in Deutschland – zurecht. Sie hat einen hohen Heizwert, brennt gleichmäßig und hinterlässt wenig Asche. Frisch geschlagene Buche hat viel Restfeuchte und braucht die langen Sommermonate dringend zum Trocknen. Wer grüne Buche jetzt kauft und konsequent lagert, hat in 12 bis 18 Monaten erstklassiges Heizmaterial.
Birke (Betula) trocknet schneller als Buche, hat aber ebenfalls einen guten Heizwert. Sie eignet sich besonders, wenn du Holz für die nächste Saison kaufst und nicht zwei Jahre warten willst. Grüne Birke aus dem Frühjahrsschlag kann bei optimaler Lagerung bereits nach 9 bis 12 Monaten einsatzbereit sein.
Weniger geeignet für den Frühkauf als grünes Holz sind weiche Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer. Sie trocknen zwar schneller, haben aber einen niedrigeren Heizwert und können bei unvollständiger Verbrennung mehr Harzrückstände im Kamin hinterlassen.
Fazit: Wer im Sommer kauft, heizt im Winter günstiger
Der Sommer ist der klügste Zeitpunkt für den Brennholzkauf. Du zahlst weniger, hast eine bessere Auswahl und gibst dem Holz ausreichend Zeit zum Trocknen. Frische Buche oder grüne Birke jetzt einzulagern zahlt sich direkt in der nächsten Heizsaison aus – mit trockenerem Holz, besserer Verbrennung und einem schlankeren Heizkostenbudget.
Berechne jetzt deinen persönlichen Brennholzbedarf mit unserem Bedarf-Rechner oder kontaktiere uns direkt – wir beraten dich zur richtigen Menge und Holzart für dein Zuhause.
Häufige Fragen
Ist Brennholz im Sommer wirklich günstiger?
Ja. Im Sommer liegt der Preis je nach Region und Händler 10 bis 20 % unter dem Herbstpreis. Die niedrige Nachfrage zwischen Juni und August gibt Händlern Spielraum für bessere Konditionen.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Buche braucht 12 bis 18 Monate, Birke 9 bis 12 Monate. Zielwert ist ein Restfeuchtegehalt unter 20 %. Ein günstiges Feuchtemessgerät hilft, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.
Wie lagere ich Brennholz richtig im Sommer?
Sonniger, luftiger Standort, Abstand vom Boden, nur oben abdecken. Seitliche Luftzirkulation ist wichtig – rundum verschlossene Lagerung verlangsamt die Trocknung und fördert Schimmel.
Welche Holzart sollte ich im Sommer kaufen?
Buche für maximalen Heizwert und lange Haltbarkeit, Birke wenn es etwas schneller gehen soll. Beide profitieren vom langen Trocknungszeitraum des Sommers.
Wie viel Brennholz brauche ich pro Jahr?
Faustformel: ca. 3 bis 5 Raummeter Hartholz pro 100 m² Wohnfläche und Heizsaison. Für eine genaue Zahl lohnt sich der Brennholz-Bedarf-Rechner auf dieser Website.
Transparenz-Hinweis: Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generierte Symbolbilder.
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